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1. Skillscamp: Klumpatsch und Gedöns

Am 26. und 27. August fand in Köln das erste Skillscamp statt. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung, die ähnlich einem Open Space ist, nur dass das Thema wesentlich eingeschränkter und damit mehr fokussiert ist. Das erste, von Albert Weinert organisierte, Skillscamp hatte den Titel “.NET und das Web”, wobei die Schwerpunkte auf ASP.NET MVC, HTML5, CSS3 und Javascript gelegt wurden.

Los ging es am Freitag Abend mit einer gemütlichen Kennenlern-Runde in Peters Brauhaus. In lokaler Atmosphäre bei ein paar Glass Kölsch wurden Session-Ideen für den nächsten Tag gesammelt. Hier war natürlich auch genug Zeit, mit alten und neuen Bekannten interessante Gespräche zu führen.Photo_C27EBE6E-141D-B6F6-CA01-4E625DF91AB2

Am nächsten Morgen sollte es dann pünktlich losgehen. Dummerweise hinderte uns eine verschlossene Tür an einem pünktlichen Beginn. Das klärte sich dann glücklicherweise und es konnte endlich losgehen. Albert erklärte noch einmal das Prinzip eines Open Space und ging dann zur Sessionplanung über. Dabei zeigte sich, dass nahezu alle Themen bei allen Besuchern auf großes Interesse stießen und eine Trennung in mehrere parallele Sessions zumindest am Anfang nicht stattfand.

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In der ersten Session (LESS, Sass and many more) fing Albert notgedrungen mit einigen Erläuterungen zu LESS und Sass an. Beide CSS-Frameworks erweitern die bestehenden CSS-Spezifikation um Variablen, Operatoren und weitere Funktionen, die eine CSS-Datei wesentlich pflegleichter machen. Vom Funktionsumfang unterscheiden sich beide nicht wesentlich und im .NET-Bereich ist im Moment Sass durch die VisualStudio-Unterstützung mit Mindscape Workbench wohl die bessere Wahl. Danach wurden noch Frameworks zur Performance-Optimierung vorgestellt, z.B combres und squishit, sowie das Konzept von Sprites erklärt.

Die zweite Session teilte sich dann auf. Ich entschied mich für Unit-Testing für Javascript. Leider stellte sich heraus, dass nahezu keiner Ahnung von diesem Thema hatte. So googelten wir etwas herum und fanden QUnit, welches wir dann live austesteten. Außerdem schauten wir uns noch kurz Jasmine, ein BDD-Framework für Javscript, an.

In der dritten Session entschied ich mich für HTML5 und CSS3. Auch diese Session war von Albert geprägt, der einen kleinen Ausflug durch Tools rund um HTML5 und CSS3 machte. Sehr interessant war hier JSIL, ein Compiler der .NET Code in Javascript verwandelt. Außerdem warfen wir ein Blick auf yepnope und modernize, zwei Javascript-Bibliotheken die einem beim Testen auf vorhandene HTML5-Features helfen.

Nach der Mittagspause machten wir mit einer “Best Practices für MVC”-Session weiter. Hier war die Beteiligung wesentlich größer als in den Sessions zuvor. Entweder waren die Teilnehmer die jetzt wach geworden oder das Thema lag einfach allen. Aus dieser Session nahm ich hauptsächlich die von Daniel Fisher erwähnten Monitor-Funktionen aus dem System.Diagnostics Namespace mit. Dieser Hinweis war Daniel wohl sehr wichtig, denn er erwähnte ihn mehrmals eindringlich Zwinkerndes Smiley.

Die letzte Session war dann ein Rundflug durch alle bekannten Javascript-Frameworks. Jeder sollte ein Beispiel sagen und so kam eine ziemlich große Liste zusammen. Neben den schon vielseits diskutierten knockout.js und backbone.js nahm ich für mich spin.js und script# aus der Session mit. Neben diversen kleinen anderen Frameworks erheiterten Bacon Ipsum und eine Runde Angry Birds im Browser die Runde.

Das Skillscamp wurde dann mit einer Tour durch diverse Lokalitäten in der Kölner Altstadt beschlossen. Auch hier wurde wieder reichlich Kölsch getrunken und noch viele weitere Themen, die vom Skillscamp nicht abgedeckt wurden, besprochen.

Fazit: Das erste Skillscamp war ein Versuch, die teilweise überladen wirkenden Konferenzen, auf ein “kleines” Thema zu fokussieren. Leider war die Beteiligung nicht so rege wie gewünscht und es stellten sich einige wenige Personen als Redner/Alleinunterhalter heraus. Hier muss ich mich auch selbst in die Kritik nehmen, da ich meiner Meinung nach viel zu wenig beigetragen habe. Ich hoffe trotzdem, das Albert das Konzept weiter betreiben wird und beim nächsten Mal ein offenerer und breitere Meinungsaustausch stattfinden wird.

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